Lieber Herr Özdemir: helfen Sie der Demokratie und David Berger!

Einstellung des Verfahrens gegen David Berger

Berlin, den 8.November 2017

Sehr geehrter Herr Özdemir,

ich wende mich heute an Sie, weil Sie Gründungskurator der Amadeu-Antonio-Stiftung sind – und ein waschechter Demokrat, denn Sie geben viel, wenn Sie für unser Land kämpfen, z.B. bei der Armenien-Resolution: einem Möchtegern-Sultan Recht und Gesetz aufzeigen, kann bedeuten nicht nur von Taxifahrern beschimpft, sondern auch vom langen Arm eben dieses Schurken bedroht zu werden.

Das Wort ‚Schurke‘ ist eigentlich eine Beleidigung – oder eine Wertung von Handlungen dessen, der die wankende Demokratie am Bosporus abgeschafft hat: sollen Gerichte prüfen, ob Erdogan ein Schurke ist? Welchen Landes: in Berlin oder Ankara?

Ich bin wie Sie in der jungen Bundesrepublik groß geworden: das schwammen die Fische nicht im, sondern auf dem Rhein. So genannter Ziviler Ungehorsam sollte für eine Umkehr sorgen, z.B. mit Straßenbarrikaden, Greenpeace-Aktionen etc. Eindeutig war es ein Rechtsbruch der geltenden Ordnung: Nötigung von Amtskräften wie Polizei, Feuerwehr und THW, wenn nicht mehr.

David Berger nun, um endlich auf den Punkt zu kommen, hat einen Fehler begangen: es gibt kein Gerichtsurteil, wonach Ihre Stiftung nicht mehr „Stiftung der Schande“ genannt werden darf, sondern nur ein Faktum. Das Gerichtsverfahren wurde eingestellt, weil die Richter sonst geurteilt hätten, dass Ihre Stiftung „Stiftung der Schande“ genannt wird. Das ist der kleine Unterschied von de iure und de facto.

Warum sollten Sie sich nun für einen einsetzen, der Ihre Stiftung mit der Wertung ‚Schande‘ belegt? Weil Sie ein Demokrat sind und die Demokratie auch die Freiheit vor Angst ist, z.B. durch lächerliche Spitzfindigkeit zerstört zu werden.

Wenn David Berger aufgeben muss, dann nicht weil seine Falschaussage falsch ist, sondern weil eine durchtriebene Gesinnungspolizei mit einem riesigen Machtapparat von Geld (Stiftungsgeld gehört dem Volk, oder?) und Handlangern von Rechtsanwälten für einen falschen Frieden sorgt.

Ganz ehrlich: ich bin ein Anhänger der Piusbruderschaft und verurteile die Todsünde der Homosexualität auf das Allerschärfste, aber wenn eine kleine Minderheit – Homosexuelle stellen vier Prozent einer Gesellschaft dar – ihres Rechtes beraubt wird, weil sie nicht zu dem ‚gesunden Volksempfinden‘ einer linken Medienmacht passt, erlaube ich mir, einen Brief zu schreiben.

Erdogan schaut Sie gerade tief an: habe ich nicht Recht? In meiner Heimatsstadt Berlin haben braune Nazis derzeit keine Chance – und ich bin heilfroh. Die linke Meute reizt dagegen alles aus, was nur geht: rufen Sie Fräulein Kahane zur Besinnung!

 

Gottes reichen Segen aus Berlin!

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

 

Stephan Gröne

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