Deutsche Situation / Mein Wunsch
Berlin, 19.April 2026
Ihre Exzellenz, sehr geehrter Herr Nuntius Hubertus van Megen,
bitte entschuldigen Sie meinen Brief. Die Situation der deutschen Ortskirche bereitet mir größte Sorgen, die unmittelbar mein eigenes geistliches Leben betreffen.
Vor rund 35 Jahren bekehrte ich mich zu Jesus, trat wieder in die Evangelische Kirche ein und studierte Evangelische Theologie mit einem Diplom.
Vor rund 19 Jahren trat ich in die katholische Kirche über, vor allen Dingen deshalb, weil mich die Frage umtrieb, wie es geistlich möglich gewesen ist, dass dort gleichgeschlechtliche Paare gesegnet werden konnten; so einen Gräuel hat es in den zweitausend Jahren seit Golgatha noch nie gegeben. Im Katechismus der Katholischen Kirche, so wusste ich, ist gelebte Homosexualität eine „schlimme Abirrung“, wobei Gen 19 genannt wird.
Allergrößtes Grauen erfasste mich, als der Synodale Weg 2023 den größten Glaubensabfall seit der Reformation in aller Öffentlichkeit offenbarte: alle Hirten mit Rang und Namen bekannten den Verrat am Evangelium; die wenigen, die nicht Rädelsführer sein wollten, versteckten sich hinter Rom: wenn Rom die himmelschreiende Sünde von Sodom und Gomorrha segnen würde, würden sie es ebenfalls tun.
Und wie verhielt sich Rom zum öffentlichen Verrat am Evangelium? Rom hat geschwiegen.
- Humanae vitae: Abtreibung und Verhütungsmittel
Der Heilige Vater betonte in seiner Enzyklika nicht nur, dass Abtreibung gegen das Naturrecht verstößt, sondern ebenfalls künstliche Verhütungsmittel.
Nur ein einziger Kardinal, Alfred Bengsch, der größte der Söhne Berlins, pflichtete Paul VI bei, alle andere unterstützten die ‚Königsteiner Erklärung‘. Schon damals schwieg Rom.
Warum widersprechen Abtreibung und künstliche Verhütungsmittel dem Naturrecht? Weil ein jedes Kind seinen Eltern dafür dankbar sein muss, das Licht des Lebens erblickt zu haben sowie von eben diesen genährt, gepflegt und gebildet worden zu sein.
Daher müssen die Kinder ihre Eltern ehren und im Alter ebenfalls nähren und pflegen. Da ein jedes Kind im Alter selbst genährt und gepflegt werden will, muss es selbst für Nachkommenschaft sorgen. Das ist der Kreislauf des Lebens und der Generationenvertrag, auf welchem jede menschliche Gesellschaft beruht.
Es ist wider die Natur, aus rein egoistischem Lustgewinn die eigene Nachkommenschaft entweder zu verhindern oder zu töten.
Wenn Sie dieser Tage in den Straßen spazieren gehen, kommen Sie mich einmal in Steglitz besuchen. In Berlin wird mein Bezirk das Altenheim Berlins genannt. Hier gibt es kein Kinderlachen, weil es keine Kinder gibt.
- Sexualmoral: Homosexualität
Der größte aller Apostel, Paulus, nennt gleichgeschlechtliche Unzucht „wider die Natur“. Es ist kinderleicht für einen jeden denkenden Menschen, sich selbst als männlich oder weiblich einzuordnen: Ein Blick zwischen die Beine reicht vollkommen aus.
Es ist eine Sache, wenn eine Gesellschaft mit Stillschweigen schwere Verirrungen übergeht, z.B. was in Dark Rooms geschieht oder bei Sado-Maso-Spielen.
Eine andere Sache ist es, dieses Treiben zu fördern.
In Frankreich gab es die große Volksbewegung ‚La Manif pour tous‘, die dem einfachen naturrechtlichen Gedanken entsprach, dass eine Gesellschaft Kinder über die Einehe von Mann und Frau fördern muss, weil es ohne Kinder keine Zukunft gibt.
Viele Homosexuelle und andere Mitglieder der LGBT-Community verstanden diesen Sachverhalt: die Einehe von Mann und Frau mit Kindern zu fördern, diskriminiert niemanden; das genaue Gegenteil allerdings schon, denn es ist niemals vernünftig, sexuelle Vorlieben zu fördern, die Fortpflanzung grundsätzlich ausschließen.
Das Thema Homosexualität ist also niemals ein Verlierer-Thema, sondern zeigt beispielhaft, warum die katholische Sexualmoral vollkommen wahr ist; denn sie ist wahr, weil sie vernünftig ist.
Wir Katholiken sind die natürlichen Verbündeten der LGBT-Community, maximal 5 % einer jeden Gesellschaft, weil wir genau wissen, dass sich die Personalität und Würde eines jeden Menschen gerade nicht aus einem Sexualleben speist, sondern aus der Ebenbildlichkeit Gottes, die Liebe ist.
Nicht nur 5% der Menschheit sind zur Keuschheit gerufen, sondern eine breite Mehrheit einer jeden Gesellschaft zu jeder Zeit, nämlich alle, die nicht verheiratet sind: unter anderem die Teenager, die Alten, die Kranken, die Soldaten und Gefängnisinsassen.
- Covid-19: Eucharistie und Beichte
Ich weiß noch genau, wie ich im März 2020 am Sonntagmorgen zum ersten Mal vor einer verschlossenen Kirche stand: ich dachte, ich bin im falschen Film.
Der Erzbischof von Berlin hatte das staatliche Gottesdienstverbot einen Tag vor dem festgelegten Beginn (ein Montag) durchgesetzt.
Noch niemals, absolut niemals, in der Kirchengeschichte hat ein katholischer Bischof eine katholische Messe verboten: ein vollkommenes Sakrileg!
In Mexiko haben katholische Priester im Bürgerkrieg die Religionsfreiheit verteidigt; es sind Kreuzzüge ausgerufen worden, um die katholische Religionsfreiheit zu verteidigen.
Der Freund des damaligen Heiligen Vaters veröffentlichte entsetzt unter dem Ruf der Märtyrer, ‚Sine Dominico non possumus‘, einen Artikel, weil er für die Eucharistie kämpfen wollte, aber Rom setzte das Unbeschreibliche durch.
Hier in Berlin erlebten wir die 2G-Gottesdienste: den gescannten Impfpass digital auf dem Handy dem Aufseher vorzeigen sowie den gültigen Personalausweis zusätzlich, damit wir in die Passschierschein-Gottesdienste gelangen konnten.
Seit dieser Zeit ist es üblich, dass Priester die Beichte im offenen Kirchenraum, z.B. wie bis heute in St. Hedwig in einer kleinen Nische neben dem Eingang zur Küsterei, hören, bei der jeder Passant ebenfalls alles hören kann, was gesprochen wird; nicht nur kann jeder, der Augen hat, sehen, wer dort beichtet, sondern auch jeder, der Ohren hat, kann hören, was gesagt wird.
Dem vollkommenen Sakrileg des Gottesdienstverbotes folgten auf dem Fuß die Zerstörung des Beichtsakramentes.
Das Naturrecht lässt jeden denkenden Menschen erkennen, dass es einen Gott gibt, allein durch die Überlegung, dass es einen ersten Beweger geben muss.
Es ist reines Sakrileg, wenn das Naturrecht auf freie Religionsausübung vollständig verneint wird – besonders vom Apostolischen Stuhl.
- Mein Anliegen
Viele Millionen getöteter Kinder haben Deutschlands Rückgrat gebrochen – ein großer Propaganda-Apparat von Bischöfen, Priestern, Pastoralassistenten, Gemeindereferenten und Universitätslehrern in Universitäten, Instituten und Akademien tünchen ihre Gräber. Der Kampf um Deutschland ist auf absehbare Zeit verloren.
Der Synodale Weg erwartet von Ihnen Weihrauch für die anstehenden Besetzungen der Götzenanbeter. Sie haben keine Wahl mehr, denn es gibt keine Personalalternativen. Das ist die eigentliche Botschaft von 2023.
Bitte warnen Sie den Heiligen Vater vor der ‚Chinesischen Lösung‘ von Kardinal Pietro Parolin, bei welchem eine äußere Hülle von Religionsfunktionären übrigbleiben soll, die eine Oblate spenden – ohne die prophetische Kraft des Evangeliums, das uns lehrt, unsere Feinde zu lieben und die Gesellschaft mit dem Naturrecht umzugestalten.
Das größte Land der Erde, China, ist in größter Gefahr und alle anderen Kraftzentren in Afrika und Asien ebenfalls!
Retten Sie das blühende Afrika, von dem aus Sie gerade erst gekommen sind!
Gottes reichen Segen wünscht Ihnen für diese wahre Märtyreraufgabe
Ihr
Stephan Gröne
