Magnificat

Maria und Jesaja

Berlin, 22.Mai 2026

  1. Vorbemerkung
    Im ersten Teil hatten wir die vielfältigen Verbindungen des Magnificat zur Abrahamserzählung gesehen, besonders zu Hagar.

Nun soll es um die Auslegung des Magnificat selbst gehen. Sogleich werden wir sehen, wie es in die Weissagungen des Größten aller Propheten, Jesaja, eingebunden ist.

  1. Schatten
    Wir sahen, wie der Schatten eines Busches (Hagar) und Gottes (Maria) in der Vorgeschichte bei Lukas eine Rolle spielt: die „Kraft des Höchsten wird dich überschatten.“(Lk 1,35c)

Der Gottesknecht, der verheißene Messias, ist ebenfalls im Schatten der Hand Gottes verborgen: „er verbarg mich im Schatten seiner Hand“(Jes 49,2b: καὶ ὑπὸ τὴν σκέπην τῆς χειρὸς αὐτοῦ ἔκρυψέν με)

  1. Lobpreis Gottes
    Maria singt: „Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.“(Lk 1,46f: Μεγαλύνει ἡ ψυχή μου τὸν κύριον, καὶ ἠγαλλίασεν τὸ πνεῦμά μου ἐπὶ τῷ θεῷ τῷ σωτῆρί μου)

Das Verbum Μεγαλύνει steht in der Septuaginta in Gen 12,2; dort verheißt Gott dem Abraham viele Nachkommen: „Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein.“(καὶ μεγαλυνῶ τὸ ὄνομά σου)
Dieser Gedanke wird im Magnificat nochmals in Vers 49b bekräftigt: „und sein Name ist heilig.“(καὶ ἅγιον τὸ ὄνομα αὐτοῦ)
Dies ist keine Kritik an den überschwänglichen Worten Gottes an Abraham, aber eine Zurückbindung an die Machttaten Gottes – und eine Korrektur: Maria geht es nicht um die Vermehrung der beschnittenen Kinder Abrahams, sondern um den Ruhm Gottes.

Maria kehrt es um: während Gott dem Namen Abrahams Größe verleiht, jubelt Maria über Gottes Größe und die Machttaten des kommenden Messias, ihres werdenden Sohnes.
Oder anders ausgedrückt: die Nähe des Magnificat zur Verheißung des Bundes mit Abraham schließt die reine Volkwerdung aus: zu Abraham sollen alle gehören, die unbeschnitten sein können, aber dafür Gott fürchten: „Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten.“(Lk 1,50: καὶ τὸ ἔλεος αὐτοῦ εἰς γενεὰς καὶ γενεὰς τοῖς φοβουμένοις αὐτόν.)

Diese Formulierung Mariens hat einen direkten Anklang bei Jesaja, ja, es ist, als würde Jesaja nicht nur vom Messias, sondern ebenfalls von seiner Mutter sprechen: „Von Herzen freue ich mich am HERRN. Meine Seele jubelt über meinen Gott. Denn er kleidet mich in Gewänder des Heils“(Jes 61, 10: καὶ εὐφροσύνῃ εὐφρανθήσονται ἐπὶ κύριον. — ἀγαλλιάσθω ἡ ψυχή μου ἐπὶ τῷ κυρίῳ· ἐνέδυσεν γάρ με ἱμάτιον σωτηρίου)

Bemerkenswert ist der Gleichklang der Verbformen ἠγαλλίασεν/ἀγαλλιάσθω sowie der Wendungen τὸ πνεῦμά μου ἐπὶ τῷ θεῷ/ἡ ψυχή μου ἐπὶ τῷ κυρίῳ und σωτῆρί μου/με ἱμάτιον σωτηρίου.

  1. Mein Retter
    Maria kann ihren Sohn, den „Sohn des Höchsten“, wie ihn der Erzengel Gabriel in Lk 1,32a benennt, auf vielerlei Weise als ihren persönlichen Retter preisen.

Zum einen: Viele fromme Israeliten erwarteten sehnsuchtsvoll den Messias, den Gesalbten Gottes, denjenigen, der den Thron Davids besteigen würde, um Israel zu retten.
Maria wusste, so wenig wie alle anderen Frommen, nicht, wie das geschehen sollte: kam der Messias steil vom Himmel herab, wie weiland der Prophet Eliah in den Himmel fuhr? Oder war der Messias ein ganz normaler Mann, der quasi von Gott adoptiert und dann mit charismatischen Gaben beschenkt werden würde, wie es mit Mose geschah?
Maria erwartete den Messias, der ein Mensch war, also geboren werden musste; da sie aber eine Jungfrau war und mit Josef verlobt war, würde die natürliche Erzeugung, die Begattung durch einen fremden Mann, sowohl ihre Keuschheit verletzen als auch die Verlobung mit Josef.
Die Lösung Gottes, dass es zu einer Schwangerschaft kraft göttlichen Eingreifens kommen würde, rettete buchstäblich ihre Reinheit und die Ehe mit Josef.
Eine mögliche Steinigung Mariens aufgrund von Ehebruch, da sie ein Kind erwartete, das eindeutig nicht von Josef stammte , wurde umgegangen – wenn das Wort des Engels das Geheimnis von Josef und Maria bleiben würde.

Zum zweiten: der Glaube der Israeliten ist streng monotheistisch. Im Credo Israels heißt es: „Höre, Israel! Der HERR, unser Gott, der HERR ist einzig.“(Dtn 6,4)
Nirgendwo steht im Alten Testament, Gott könne einen eingeborenen Sohn haben; nicht umsonst wurde der Gedanke daran, Gott der Vater könne einen Sohn haben, der selbst Gott ist, als gotteslästerlich verworfen; dieser Gedanke führte zur Tötung Jesu.
Die Hohenpriester und Schriftgelehrten fragten Jesus: „Du bist also der Sohn Gottes? Er antwortete ihnen: Ihr sagt es – ich bin es. Da riefen sie: Wozu brauchen wir noch eine Zeugenaussage? Wir haben es selbst aus seinem Mund gehört.“(Lk 22,7bf)
Die Offenbarung des Engels an Maria in der Verschwiegenheit des Hauses in Nazareth ist letztlich die einzige Möglichkeit, dem Tode Mariens schon als junges Mädchen zuvorzukommen – wenn das Wort des Engels das Geheimnis von Josef und Maria bleiben würde.

Zum dritten: bei diesen schwergewichtigen Erwägungen über Leben und Tod Mariens fällt es nun nicht schwer, weitere autobiografische Schlussfolgerungen anzustellen. Wenn Maria davon spricht, dass „die Mächtigen vom Thron“(Lk 1,52a) gestoßen werden, während sie selbst den Messias im Leibe mit sich trägt, der „den Thron seines Vaters David“(Lk 1,32b) erhalten wird, so erfahren wird von großen Umstürzen, die kommen werden – die Zerstörung des Tempels, die das Ende aller Königsherrschaft in Israel bedeutet.

Zum vierten: die Himmelfahrt Mariens muss nicht unbedingt in der Wendung („und erhöht die Niedrigen“(Lk 1,52b) gesehen werden, aber zweifellos darf die Magd des Herrn, die davon weiß, dass der Herr „die Niedrigkeit seiner Magd“ geschaut hat, von einem besonderen Schutz Gottes sprechen.
Oder geht es doch um die Himmelfahrt Mariens? Ihr leiblicher Sohn, Jesus, kam vom Himmel und heißt „Sohn des Höchsten“(Lk 1,32b): υἱὸς ὑψίστου.
Und die niedrige Magd des Herrn wird, wie alle Niedrigen, erhöht: ὕψωσεν ταπεινούς.
Es ist wiederum der Verfasser des Lukanischen Geschichtswerkes, das Evangelium und Apostelgeschichte vereinigt, der als einziger Evangelist die Himmelfahrt Jesu berichtet (vgl. Act 1,9-11).
Dabei ist es das Ziel, das derjenige, der Gott fürchtet, in den Himmel kommt; Jesus selbst spricht es aus: „Und du, Kafarnaum, wirst du etwa bis zum Himmel erhoben werden? Bis zur Unterwelt wirst du hinabsteigen!“(Lk 10,15: καὶ σύ, Καφαρναούμ, μὴ ἕως οὐρανοῦ ὑψωθήσῃ; ἕως τοῦ ᾅδου καταβήσῃ.)
Nein, Kapernaum, wie auch andere jüdischen Städte, wird nicht in den Himmel erhoben werden (μὴ ἕως οὐρανοῦ ὑψωθήσῃ), sondern wie Sodom in die Hölle gestoßen werden: „Ich sage euch: Sodom wird es an jenem Tag erträglicher ergehen als dieser Stadt.“(Lk 10,12)
Der Gedanke des Aufstieges und Unterganges ist einer aus dem Propheten Jesaja; dort heißt es über den Satan: „Ich will über Wolkenhöhen emporsteigen, dem Höchsten will ich mich gleichstellen. Doch in die Unterwelt wirst du hinabgestürzt, in die tiefste Grube.“(Jes 14,14f: ἀναβήσομαι ἐπάνω τῶν νεφελῶν, ἔσομαι ὅμοιος τῷ ὑψίστῳ. νῦν δὲ εἰς ᾅδου καταβήσῃ καὶ εἰς τὰ θεμέλια τῆς γῆς)

  1. Alle Geschlechter
    Maria jubelt: „Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.“(Lk 1,48b: ἰδοὺ γὰρ ἀπὸ τοῦ νῦν μακαριοῦσίν με πᾶσαι αἱ γενεαί).

Paulus bestätigt diesen Gedanken in der Apostelgeschichte, indem er fromme Israeliten mit heidnischen Gottesfürchtigen in eins sieht: „Brüder, ihr Söhne aus Abrahams Geschlecht und ihr Gottesfürchtigen! Uns wurde das Wort dieses Heils gesandt.“(Act 13,26: Ἄνδρες ἀδελφοί, υἱοὶ γένους Ἀβραὰμ καὶ οἱ ἐν ὑμῖν φοβούμενοι τὸν θεόν, ἡμῖν ὁ λόγος τῆς σωτηρίας ταύτης ἐξαπεστάλη.)

Der Prophet Jesaja drückt es so aus, indem er alle Geschlechter (γένους) einschließt: „Und er sagte: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, nur um die Stämme Jakobs wieder aufzurichten und die Verschonten Israels heimzuführen. Ich mache dich zum Licht der Nationen; damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht.“(Jes 42,6: ἐγὼ κύριος ὁ θεὸς ἐκάλεσά σε ἐν δικαιοσύνῃ καὶ κρατήσω τῆς χειρός σου καὶ ἐνισχύσω σε καὶ ἔδωκά σε εἰς διαθήκην γένους, εἰς φῶς ἐθνῶν)

  1. Heiligkeit des Gottesnamens
    Maria bekennt von Gott: „sein Name ist heilig.“(Lk 1,49b)
    Es ist wiederum der Prophet Jesaja, der den Gedanken der Heiligkeit Gottes und der Unwürdigkeit des Menschen ganz zentral in seiner Berufungsvision aufnimmt.
    In Jesaja 6 begegnen wir Gott auf seinem Thron, nachdem einer der judäischen Könige, Usija, verstorben ist; vor seinem Thron singen die Engel und bekennen das Trishagion (der dreimal Heilige).
    Aber der Prophet spricht nur: „Da sagte ich: Weh mir, denn ich bin verloren. Denn ein Mann unreiner Lippen bin ich und mitten in einem Volk unreiner Lippen wohne ich, denn den König, den HERRN der Heerscharen, haben meine Augen gesehen. Da flog einer der Serafim zu mir und in seiner Hand war eine glühende Kohle, die er mit einer Zange vom Altar genommen hatte. Er berührte damit meinen Mund und sagte: Siehe, dies hat deine Lippen berührt, so ist deine Schuld gewichen und deine Sünde gesühnt.“(Jes 6,5-7: νῦν δὲ ἀναγγελῶ ὑμῖν τί ποιήσω τῷ ἀμπελῶνί μου· ἀφελῶ τὸν φραγμὸν αὐτοῦ καὶ ἔσται εἰς διαρπαγήν, καὶ καθελῶ τὸν τοῖχον αὐτοῦ καὶ ἔσται εἰς καταπάτημα, καὶ ἀνήσω τὸν ἀμπελῶνά μου καὶ οὐ μὴ τμηθῇ οὐδὲ μὴ σκαφῇ, καὶ ἀναβήσεται εἰς αὐτὸν ὡς εἰς χέρσον ἄκανθα· καὶ ταῖς νεφέλαις ἐντελοῦμαι τοῦ μὴ βρέξαι εἰς αὐτὸν ὑετόν. ὁ γὰρ ἀμπελὼν κυρίου σαβαωθ οἶκος τοῦ Ισραηλ ἐστίν καὶ ἄνθρωπος τοῦ Ιουδα νεόφυτον ἠγαπημένον· ἔμεινα τοῦ ποιῆσαι κρίσιν, ἐποίησεν δὲ ἀνομίαν καὶ οὐ δικαιοσύνην ἀλλὰ κραυγήν.)
  2. Barmherzigkeit Gottes
    Maria bekennt: „Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht […] und denkt an sein Erbarmen.“(Lk 1,50a: καὶ τὸ ἔλεος αὐτοῦ εἰς γενεὰς καὶ γενεὰς. 54b: μνησθῆναι ἐλέους).

Es scheint, als würde Maria das Gott-sieht-Motiv aus Lk 1,48a in Jesaja 54, das wir schon behandelt haben, wieder aufnehmen und vertiefen: „Nur für eine kleine Weile habe ich dich verlassen, doch mit großem Erbarmen werde ich dich sammeln. Einen Augenblick nur verbarg ich vor dir mein Gesicht in aufwallendem Zorn; aber in ewiger Huld habe ich mich deiner erbarmt, spricht dein Erlöser, der HERR.“(Jes 54,7f: χρόνον μικρὸν κατέλιπόν σε καὶ μετὰ ἐλέους μεγάλου ἐλεήσω σε, ἐν θυμῷ μικρῷ ἀπέστρεψα τὸ πρόσωπόν μου ἀπὸ σοῦ καὶ ἐν ἐλέει αἰωνίῳ ἐλεήσω σε, εἶπεν ὁ ῥυσάμενός σε κύριος)

Aber es gibt noch eine andere Parallele zu Sodom, wie schon im ersten Teil zu Hagar beschrieben; Lot sagt zu dem Engel: „Siehe, dein Knecht hat Gnade in deinen Augen gefunden. Du hast mir große Gunst erwiesen und mir mein Leben bewahrt.“(Gen 19,19: ἐπειδὴ εὗρεν ὁ παῖς σου ἔλεος ἐναντίον σου καὶ ἐμεγάλυνας τὴν δικαιοσύνην σου, ὃ ποιεῖς ἐπ᾽ ἐμέ, τοῦ ζῆν τὴν ψυχήν μου)
Dies steht bei Jesaja im Kontrast zu dem Urteil der Menschen, denn der Messias findet bei den Menschen kein Wohlgefallen: „Wie einer, vor dem man das Gesicht verhüllt, war er verachtet; wir schätzten ihn nicht.“(Jes 53,3b: ὅτι ἀπέστραπται τὸ πρόσωπον αὐτοῦ, ἠτιμάσθη καὶ οὐκ ἐλογίσθη.)

  1. Arm Gottes
    Maria spricht von der Kraft Gottes: „Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten“(Lk 1,51a: Ἐποίησεν κράτος ἐν βραχίονι αὐτοῦ)
    Dabei ist der ‚Arm Gottes‘ eine Metapher für den Messias in Jesaja 53,1b: „Der Arm des HERRN – wem wurde er offenbar?“(καὶ ὁ βραχίων κυρίου τίνι ἀπεκαλύφθη;)
  2. Demut und Hochmut
    Maria besingt das grundverschiedene Wirken Gottes in den Hoch- und Demütigen: „Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.“(Lk 1,51b.52: διεσκόρπισεν ὑπερηφάνους διανοίᾳ καρδίας αὐτῶν·καθεῖλεν δυνάστας ἀπὸ θρόνων καὶ ὕψωσεν ταπεινούς)

Das Gegensatz-Paar ὑπερηφάνους/ταπεινούς ist wiederum typisch für Jesaja, nicht nur in dem schon genannten Himmel- bzw. Höllenfahrt-Motiv.
Bertram nennt Jesaja 2,12 in seinem Artikel zu ὑπερηφάνους: „Denn ein Tag für den HERRN der Heerscharen: über alles Hochfahrende und Stolze und über alles Aufragende – es wird sich senken“( ἡμέρα γὰρ κυρίου σαβαωθ ἐπὶ πάντα ὑβριστὴν καὶ ὑπερήφανον καὶ ἐπὶ πάντα ὑψηλὸν καὶ μετέωρον, καὶ ταπεινωθήσονται,).
Hier haben wir genau das Gegensatzpaar aus dem Magnificat: ὑπερήφανον/ταπεινωθήσονται.

Und schließlich Jesaja 13,11: „Darum werde ich den Himmel erzittern lassen und die Erde wird beben, weg von ihrem Ort, wegen des Grimms des HERRN der Heerscharen am Tag seines glühenden Zorns.“(καὶ ἐντελοῦμαι τῇ οἰκουμένῃ ὅλῃ κακὰ καὶ τοῖς ἀσεβέσιν τὰς ἁμαρτίας αὐτῶν· καὶ ἀπολῶ ὕβριν ἀνόμων καὶ ὕβριν ὑπερηφάνων ταπεινώσω.)
Hier ist das Himmel-Höllenfahrt-Motiv mit dem gleichen Gegensatzpaar verschränkt: ὑπερηφάνων/ταπεινώσω.

  1. Hunger
    Maria verheißt den Gottesfürchtigen: „Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen.“(Lk 1,53: πεινῶντας ἐνέπλησεν ἀγαθῶν καὶ πλουτοῦντας ἐξαπέστειλεν κενούς.)

Jesaja wiederum spricht vom Gericht in 65,13: „Darum – so spricht GOTT, der Herr: Siehe, meine Knechte sollen essen, aber ihr werdet hungern. Siehe, meine Knechte sollen trinken, aber ihr werdet dürsten. Siehe, meine Knechte sollen sich freuen, aber ihr werdet beschämt dastehen.“(Διὰ τοῦτο τάδε λέγει κύριος Ἰδοὺ οἱ δουλεύοντές μοι φάγονται, ὑμεῖς δὲ πεινάσετε· ἰδοὺ οἱ δουλεύοντές μοι πίονται, ὑμεῖς δὲ διψήσετε· ἰδοὺ οἱ δουλεύοντές μοι εὐφρανθήσονται, ὑμεῖς δὲ αἰσχυνθήσεσθε·)

Goppelt schreibt dazu: In Jes 65,13 wird „den Hohen Hunger und Durst als Zeichen der Verwerfung angekündigt.“
Dies deckt ich mit der Strafandrohung Jesu, des Mariensohnes, der Hungersnöte für die Endzeit ankündigt (vgl. Lk 21,11a) – und dies noch vor der Zerstörung Jerusalems, die in den Versen 20 bis 24 im gleichen Kapitel angekündigt wird.

  1. Fazit
    Unsere Himmelskönigin ist eine wunderbar tapfere Frau, die sich aller bestens in Schriften Israels, denen des Mose und denen des Jesaja, auskennt.
    Wir können nur staunen und Gott preisen, dieses Wunderwerk – Jungfrau und Gottesmutter zugleich – geschenkt bekommen zu haben.

Ja, zu Recht bekennen wir Katholiken: niemals ist es möglich, Maria genug zu loben – De Maria numquam satis. Amen.

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