Liebe und Selbsthass nach dem Naturrecht
Berlin, 7.Juli 2023
- Jeder Mensch wird von einer Frau geboren
Kein Mensch hat es in der Hand, selbst zu bestimmen, ob er geboren wird. Es liegt in der letzten Entscheidung der Mutter, ob er geboren wird.
- Kein Mensch wählt sein biologisches Geschlecht selbst
Und kein Mensch hat es in der Hand, zu bestimmen, ob er ein männliches oder ein weibliches Kind wird.
- Kein Mensch kann Ort, Zeit und Umstände seiner Geburt wählen
Ob ein Mensch in Berlin, Moskau oder Peking geboren wird, ist für ihn nicht wählbar.
- Rasse, Klasse und natürliche Anlagen sind nicht frei wählbar
Ob jemand mit einer weißen, roten, schwarzen oder gelben Hautfarbe geboren wird, liegt nicht in seiner Hand.
Ebenfalls ist es eine Tatsache, dass die Zugehörigkeit zur sozialen Klasse seiner Eltern nicht wählbar ist.
Gleichfalls gilt dies für die natürlichen Anlagen des Kindes, die genetisch durch seine Familie bestimmt werden.
- Folgerung
Jeder Mensch kann also sich selbst nicht zugutehalten, wo, wie, wann und unter welchen Umständen er geboren wurde.
Die Verachtung von anderen Menschen ist also alleine durch diese einfachen Gedanken ausgeschlossen. Wer also andere Menschen aufgrund von Rasse, Klasse, Geschlecht, Kultur und Nation verachtet, hasst sich selbst, denn er zerstört die Gleichheit aller Menschen aufgrund von Eigendünkel, der keinerlei gerechte Grundlage hat.
- Die göttliche Weisheit stützt das Naturrecht
Paulus schreibt zu Recht: „Denn wer räumt dir einen Vorrang ein? Und was hast du, das du nicht empfangen hättest? Wenn du es aber empfangen hast, warum rühmst du dich, als hättest du es nicht empfangen?“ (I Kor 4,7; τίς γάρ σε διακρίνει; τί δὲ ἔχεις ὃ οὐκ ἔλαβες; εἰ δὲ καὶ ἔλαβες, τί καυχᾶσαι ὡς μὴ λαβών;)
- Naturrecht, Menschenrecht und Evangelium
Wir Christen sind diejenigen, die den Naturrechtsgedanken zwar nicht erfunden haben, aber ihn am stärksten begründen, indem wir von der Ebenbildlichkeit aller Menschenkinder sprechen.
